Ausbildung, Mitarbeiter/innen

Interview zum Thema Basisausbildung für ÄrztInnen mit Turnusarztvertreter Dr. Bernhard Wolf

A.ö. Krankenhaus St. Vinzenz Betriebs GmbH
Dr. Bernhard Wolf ist 28 Jahre alt und als Ausbildungsarzt für Allgemeinmedizin am Krankenhaus St. Vinzenz in Zams beschäftigt. In seiner Funktion als Turnusarztvertreter ist er Ansprechpartner für alle ÄrztInnen in Basisausbildung und die AusbildungsärztInnen für Allgemeinmedizin. Gemeinsam mit der ärztlichen Direktion koordiniert er die Ausbildung und fungiert gleichzeitig auch als Kontaktperson bei jeglichen Belangen und Fragen seitens der Jungärzteschaft bei im Haus.

Herr Dr. Wolf, seit wann ist das Krankenhaus St. Vinzenz in Zams ein Lehrkrankenhaus?

Dr. Bernhard Wolf: „Das Krankenhaus St. Vinzenz ist seit über 15 Jahren ein Lehrkrankenhaus. Im Durchschnitt absolvieren pro Jahr ca. 10-12 ÄrztInnen ihre Basisausbildung hier. Davon machen rund 80 Prozent im Anschluss mit der Ausbildung zur Allgemeinmedizin weiter.“ 
 
Woher kommen die Ärztinnen und Ärzte?  
Dr. Bernhard Wolf: „Der Großteil der Ärztinnen und Ärzte sind AbgängerInnen der Medizinischen Universität Innsbruck. Die einheimischen KollegInnen machen ca. 80 Prozent aus, 10 Prozent kommen aus Italien und 10 Prozent aus Deutschland.“

Welcher Zeitpunkt ist für eine Bewerbung zu empfehlen? 

Dr. Bernhard Wolf: „Generell gesehen ist eine Bewerbung jederzeit möglich und auch erwünscht. Wir sind froh, dass sich viele der bei uns bekannten StudentInnen der medizinischen Universität Innsbruck für die Basisausbildung und daraus resultierend auch häufig für ihre weitere Ausbildung im Haus entscheiden. Daher gibt es nicht selten eine Vielzahl von Interessierten am jeweiligen Jahrgangsende der Studiengänge im Sommer/Herbst. Da es jedoch von Seiten der bereits angestellten ÄrztInnen bei Beendigung der Basisausbildung nach 9 Monaten bzw. der Allgemeinmedizinausbildung nach insgesamt 36 Monaten konstant, also fast monatlich, zu Abgängen kommt, gibt es auch immer wieder sehr gute Chancen für neue Jung-MedizinerInnen bereits unter dem Jahr eine Stelle zu bekommen.“  

Wir freuen uns über Ihre Bewerbung zur ärztlichen Basisausbildung im Krankenhaus Zams. 

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Gibt es immer ausreichend Ausbildungsplätze oder ein beschränktes Kontingent? 
Dr. Bernhard Wolf: „Erfreulicherweise hat sich die hohe Qualität in der Basisausbildung und dem Turnus sowie auch das familiäre Arbeitsklima im gesamten Krankenhaus Zams bereits in Tirol herumgesprochen. Das führt aber auch dazu, dass die Zahl der BewerberInnen das Angebot der Stellen übersteigt. Bedingt durch die Öffnung der psychiatrischen Bettenstation ist der Bedarf zusätzlich gestiegen. Derzeit haben wir im Haus knapp über 30 Stellen (inkl. Basis und Turnus).

Dies gewährleistet ausreichend Raum und Zeit für eine qualitativ hochwertige und sehr erfahrungs- und lehrreiche Ausbildungszeit, in der man das gute Gefühl hat, in alle wichtigen Abläufe optimal integriert zu sein. Interessant und attraktiv ist das Krankenhaus Zams auch für StudentInnen, die das Klinisch Praktische Jahr (KPJ) im 11. und 12. Semester absolvieren. All jene, die ab 1.5.2022 mindestens vier Wochen in Zams ihre KPJ Zeit machen, erhalten bei vereinbartem Dienstverhältnis 300 Euro brutto pro Monat rückvergütet – eine zusätzliche Motivation, sich für eine Bewerbung in Zams zu entscheiden.“ 
 
An welchen Abteilungen erfolgt die Ausbildung? 
Dr. Bernhard Wolf: „Als Arzt in Basisausbildung ist man in unserem Haus vor allem in den drei großen Fächern – der allgemeinen Chirurgie, der Unfallchirurgie (inkl. Orthopädie) und der Inneren Medizin eingeteilt. Dies entspricht dem Ausbildungscurriculum und stellt sicher, dass die Grundzüge des ärztlichen Arbeitsalltags – also PatientInnenbetreuung, körperliche Untersuchungstechniken und eigenständiges Arbeiten früh und umfassend erlernt werden. Durch die gute Größe des Hauses und die fachlichen Überschneidungen lernt man in diesen neun Monaten aber praktisch jede andere Abteilung auch kennen, sodass im Turnus dann die meisten anderen Abteilungen bereits vertraut sind.

Dort rotieren die ÄrztInnen dann auf anderen Fächer, wie Psychiatrie, Anästhesie, Pädiatrie, Gynäkologie, Urologie, HNO und Neurologie. Im Rahmen eines Wahlmonats ergibt sich weiters die Möglichkeit, vier Wochen auf der Schmerzambulanz und auf der Radiologie zu verbringen, was von Seiten der JungärztInnen zahlreich in Anspruch genommen wird.“ 
 
Wie erfolgt der „Onboarding-Prozess“?  
Dr. Bernhard Wolf: „Der Berufsanfang stellt bekanntlich in verschiedenen Branchen eine Herausforderung dar. Die medizinischen und pflegerischen Fachbereiche sind insofern etwas Besonderes, als die eigene Arbeit und auch Verantwortung direkt an das Wohlergehen anderer Menschen geknüpft sind. Wir haben für neue ÄrztInnen einen direkten Ansprechpartner oder eine Ansprechpartnerin – einen sogenannten Buddy. Jener oder jene ist selbst in der Funktion als TurnusärztIn und begleitet neue KollegInnen während des gesamten Basisjahres und steht fachlich und persönlich zur Seite. Zu Beginn läuft man dann erst einmal aufmerksam mit und wird an das selbstständige Arbeiten herangeführt. Die große Aufregung vor dem ersten Dienst lässt sich damit nicht ganz nehmen – was vielleicht auch etwas dazugehört. In dem Falle können wir aber zum Glück auf unsere Assistenz- und FachärztInnen der jeweiligen Abteilungen zählen. Wirklich allein ist man im Krankenhaus St. Vinzenz in Zams nämlich nie.“  
 
Wie sieht der Alltag eines Arztes/einer Ärztin in Basisausbildung aus? 
Dr. Bernhard Wolf: „Mittendrin statt nur dabei! So lässt sich das tägliche Programm während der Basisausbildung gut umschreiben! Wir sind in allen großen Fächern für die Ambulanz, die Station und in den operativen Fächern auch für die Operationen mit zuständig. Notfallmäßig vorstellig werdende PatientInnen treffen häufig bei ihrem ersten Kontakt auf eine Basisärztin oder einen Basisarzt. Von ihm oder von ihr wird dann der Fall zusammen mit dem Facharzt oder der Fachärztin besprochen und abgeschlossen. Auf der Station sind wir häufig für die geplanten Aufnahmen und die Routinetätigkeiten zuständig. Zwischendurch gibt es auch Zeit für Einblicke in die Plan- und Spezialambulanzen – so zum Beispiel in der Kleinchirurgie oder auch beim Gipsen auf der Unfallambulanz.“ 
 
Wer sind die AnsprechpartnerInnen, die diesen Abschnitt begleiten? 
Dr. Bernhard Wolf: „Wir haben glücklicherweise von Seiten der jeweiligen Abteilungen Unterstützung durch FachärztInnen, welche die Ausbildung betreuen und sicherstellen, dass die Lernziele erreicht werden. An der Ausbildung beteiligt sind aber grundsätzlich alle, von den Primar- bis zu den AssistenzärztInnen.“ 

Worin liegen die fachlichen Stärken, die im Haus vermittelt werden?
Dr. Bernhard Wolf: „Zum einen denke ich hierbei an die Behandlungsqualität an unserer Unfallchirurgie, die durch die hohe PatientInnenfrequenz zudem ein enorm breites Erfahrungsspektrum bietet.

Weiters bieten die beiden anderen großen Abteilungen – Innere Medizin und Chirurgie – ein vielseitiges Repertoire, was sich chirurgisch zwischen Kleinchirurgie und modernster Adipositas-Chirurgie und sogar thorakalen Eingriffen bewegt, und internistisch alle großen Disziplinen zwischen Rheumatologie und endokrinologischer Spezialambulanz abdeckt. In Bezug auf „Soft Skills“ muss sicherlich die Kommunikation hervorgehoben werden. Das gesunde Wachstum des Hauses hält die Informationswege kurz und gezielt. Das erfordert gegenseitigen Respekt, Mitarbeiten auf Augenhöhe und Ehrlichkeit. Die vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre und das Wertebewusstsein saugt man schnell auf und profitiert davon sicherlich auch für die Zukunft.

Spezialwissen und besondere Fähigkeiten dürfen und sollen sich die JungärztInnen aber auch auf all den anderen Abteilungen aneignen, wie zum Beispiel auf der Anästhesie, Schmerzambulanz oder der Radiologie. Jede einzelne Fachrichtung kann sich im Krankenhaus Zams sehen lassen und alle Teams sind darum bemüht, das Wissen nachhaltig an uns weiterzugeben.“

Bleibt neben den Verpflichtungen im Krankenhaus genügend Zeit, das attraktive Freizeitangebot (Sommer & Winter) im Tiroler Oberland zu nutzen? 
Dr. Bernhard Wolf: „Durch unsere Betriebsvereinbarung gibt es zum Ausgleich von Wochenenddiensten, zusätzliche freie Tage. Somit ist für eine gute Work-Life-Balance gesorgt. Zum Skifahren, Biken und Klettern – je nach Vorliebe, bleibt immer Zeit. Dieser so wichtige Ausgleich, der vor allem zu Beginn der beruflichen Tätigkeit und während der Umstellungsphase unentbehrlich ist, wird dadurch garantiert. Aber auch für andere Freizeitaktivitäten ist die „große“ Stadt Innsbruck in der Nähe und rasch erreicht. Immerhin pendeln rund 90 Prozent der TurnusärztInnen aus Innsbruck.“  
 
Welches Feedback erhalten Sie von ehemaligen TurnusärztInnen?  
Dr. Bernhard Wolf: „Persönlich kenne ich nur KollegInnen, die sofort wieder die Ausbildung in Zams starten würden, falls sie nochmals die Wahl hätten. Dies allein spricht meiner Meinung nach für den hervorragenden Arbeitsplatz und die Arbeitgeberqualitäten, die im Krankenhaus Zams geboten werden.“ 
 
Kehren die ÄrztInnen nach ihrer Ausbildung oftmals auch wieder an das Krankenhaus Zams zurück?
Dr. Bernhard Wolf: „Die wichtige Ausbildung zur Karriere als späterer Hausarzt bzw. Hausärztin wird sehr gefördert, jedoch würde ich sogar sagen, dass der Großteil im Haus verbleibt. Die allermeisten TurnusärztInnen bzw. BasisärztInnen bewerben sich umgehend für eine Facharztausbildung im Haus.“  

Wir freuen uns über Ihre Bewerbung zur ärztlichen Basisausbildung im Krankenhaus Zams. 

Ihre Bewerbung richten Sie bitte an das Sekretariat der Ärztlichen Direktion

Martina Gebhart

Sekretariat der Ärztlichen Direktion

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